Kartoffelexpress
Die Versorgung mit Lebensmitteln in den Städten war nach dem 2. Weltkrieg nicht ausreichend.
So fuhren viele Menschen mit der Eisenbahn in ländliche Gebiete und versuchten, bei Bauern Sachwerte gegen Kartoffeln, Eier, Speck oder andere Agrarprodukte zu tauschen (=Hamstern, Hamsterfahrt).
Fahrten mit der Eisenbahn waren damals erschwinglich, sodass die wenigen verkehrenden Züge oft überfüllt waren.
Es war nicht ungewöhnlich, dass man weite Strecken mit der Bahn fuhr, nur um einen Sack Kartoffeln zu besorgen.
In dieser Zeit wurde so manches wertvolle Schmuckstück oder Silberbesteck gegen einige Säcke Kartoffeln oder andere Lebensmittel getauscht.